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Die Kernkompetenz unserer Ärzte liegt in der medizinischen Betreuung ihrer Patienten.

Wir konzentrieren uns auf das "Drumherum" in der Arztpraxis und halten so den Rücken für unsere Ärzte frei.

Kommunikation mit Patienten

Veröffentlicht: 29.10.2018

Aktuell 201810gesundplus.deGesundheitsdaten sind besonders sensible Daten.

Berufsgeheimnisträger sollen daher Sorge dafür tragen, dass diese nicht in falsche Hände geraten, deshalb ist die Verschlüsselung von E-Mails inzwischen auf dem "Stand der Technik"  dringend zu empfehlen. Konkret: PGP, S/MIME oder verschlüsselte ZIP-Anhänge. Alternativ dazu können auch sichere Messenger-Dienste eingesetzt werden, etwa SIMS.me von der Deutschen Post oder Threema. Während in der Kommunikation Arzt / Arzt stets eine Verschlüsselung sichergestellt sein muss, kann der Patient das Schutzniveau durch eine Willenserklärung herabsetzen. Dennoch hat der Arzt dafür Sorge zu tragen, dass sein Mailserver (in Deutschland) eine TLS-Transportverschlüsselung bietet. Unseren Kunden stellen wir gerne ein Infoblatt für Patienten zur Verfügung.


VIVY - eine erste Bewertung der Patientenakte (aus Sicht der Arztpraxis)

Veröffentlicht: 10.10.2018

vivy logowww.vivy.comSeit September ist die Vivy-Akte „online“. Inzwischen tauchen erste E-Mails in Arztpraxen auf, die die Herausgabe von Gesundheitsdaten einfordern. Ich empfehle, dass die patientengeführte Gesundheitsakte auch tatsächlich vom Patienten gepflegt wird – und rate davon ab, ungeprüft „Links“ zum Hochladen zu klicken.

Sie sind gesetzlich nicht verpflichtet, Daten in die Vivy-Akte zu überspielen, aber

  • Sie müssen Patienten (gegen Auslagenersatz) Daten auch elektronisch zur Verfügung stellen.
  • Die Höhe des Auslagensatzes ist nicht geklärt: es gibt weder eine EBM- noch eine GOÄ-Ziffer.

Weitere Informationen: Stellungnahme GesundPlus - Information KVB


Was muss ich bei der Datenweitergabe an Erben beachten?

Veröffentlicht: 12.09.2018

DS Daten an ErbenWas ist zu tun, wenn Angehörige Unterlagen eines Verstorbenen einsehen möchten?Fragestellung: Angehörige möchten Unterlagen eines Verstorbenen einsehen.

Empfehlung: Sofern Sie keine gültige Datenweitergabe an Dritte "auch nach den Tod hinaus" haben, fragen Sie bitte nach einem "Erbschein" oder einem "Testament mit Eröffnungsschein". Eine Datenweitergabe an einen Angehörigen, der mündlich glaubhaft angibt, erbberechtigt zu sein, ist nach m.E. eine Geheimnisoffenbarung an einen Dritten.

Antwort des Nachlassgerichts Regensburg (12.09.2018):

... es grundsätzlich wohl Aufgabe der Auskunftssuchenden (...) , sich gegenüber Ihnen durch geeignete Dokumente (Erbschein bzw. Testament mit Eröffnungsniederschrift des Nachlassgerichts) als Erbe und damit Rechtsnachfolger des Verstorbenen zu legitimieren. Daneben besteht für Sie jedoch natürlich auch die Möglichkeit eine entsprechende Erbenanfrage an das Nachlassgericht zu richten. Das für die Auskunft erforderliche rechtliche Interesse dürfte bei dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt gegeben sein. Eine solche Erbenanfrage müsste die Daten des Verstorbenen und eine (kurze) Begründung (=Nachweis des rechtlichen Interesses) enthalten. Soweit ein Nachlassverfahren durchgeführt worden ist, könnten Ihnen dann die festgestellten Erben schriftlich mitgeteilt werden.

 


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