Aktuell 201810gesundplus.deGesundheitsdaten sind besonders sensible Daten.

Berufsgeheimnisträger sollen daher Sorge dafür tragen, dass diese nicht in falsche Hände geraten, deshalb ist die Verschlüsselung von E-Mails inzwischen auf dem "Stand der Technik"  dringend zu empfehlen. Konkret: PGP, S/MIME oder verschlüsselte ZIP-Anhänge. Alternativ dazu können auch sichere Messenger-Dienste eingesetzt werden, etwa SIMS.me von der Deutschen Post oder Threema. Während in der Kommunikation Arzt / Arzt stets eine Verschlüsselung sichergestellt sein muss, kann der Patient das Schutzniveau durch eine Willenserklärung herabsetzen. Dennoch hat der Arzt dafür Sorge zu tragen, dass sein Mailserver (in Deutschland) eine TLS-Transportverschlüsselung bietet. Unseren Kunden stellen wir gerne ein Infoblatt für Patienten zur Verfügung.

vivy logowww.vivy.comSeit September ist die Vivy-Akte „online“. Inzwischen tauchen erste E-Mails in Arztpraxen auf, die die Herausgabe von Gesundheitsdaten einfordern. Ich empfehle, dass die patientengeführte Gesundheitsakte auch tatsächlich vom Patienten gepflegt wird – und rate davon ab, ungeprüft „Links“ zum Hochladen zu klicken.

Sie sind gesetzlich nicht verpflichtet, Daten in die Vivy-Akte zu überspielen, aber

  • Sie müssen Patienten (gegen Auslagenersatz) Daten auch elektronisch zur Verfügung stellen.
  • Die Höhe des Auslagensatzes ist nicht geklärt: es gibt weder eine EBM- noch eine GOÄ-Ziffer.

Weitere Informationen: Stellungnahme GesundPlus - Information KVB

DS Daten an ErbenWas ist zu tun, wenn Angehörige Unterlagen eines Verstorbenen einsehen möchten?Fragestellung: Angehörige möchten Unterlagen eines Verstorbenen einsehen.

Empfehlung: Sofern Sie keine gültige Datenweitergabe an Dritte "auch nach den Tod hinaus" haben, fragen Sie bitte nach einem "Erbschein" oder einem "Testament mit Eröffnungsschein". Eine Datenweitergabe an einen Angehörigen, der mündlich glaubhaft angibt, erbberechtigt zu sein, ist nach m.E. eine Geheimnisoffenbarung an einen Dritten.

Antwort des Nachlassgerichts Regensburg (12.09.2018):

... es grundsätzlich wohl Aufgabe der Auskunftssuchenden (...) , sich gegenüber Ihnen durch geeignete Dokumente (Erbschein bzw. Testament mit Eröffnungsniederschrift des Nachlassgerichts) als Erbe und damit Rechtsnachfolger des Verstorbenen zu legitimieren. Daneben besteht für Sie jedoch natürlich auch die Möglichkeit eine entsprechende Erbenanfrage an das Nachlassgericht zu richten. Das für die Auskunft erforderliche rechtliche Interesse dürfte bei dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt gegeben sein. Eine solche Erbenanfrage müsste die Daten des Verstorbenen und eine (kurze) Begründung (=Nachweis des rechtlichen Interesses) enthalten. Soweit ein Nachlassverfahren durchgeführt worden ist, könnten Ihnen dann die festgestellten Erben schriftlich mitgeteilt werden.

 

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Seit dem 25.05.2018 (Inkrafttreten der neuen DSGVO) stehen wir vor dem Problem, dass sich die datenschutzkonforme Kommunikation per Fax als sehr aufwändig erweist. Auch Verschlüsselungsverfahren von Dateien (PDF und ZIP) haben sich bislang ebenso wenig durchgesetzt wie die E-Mail Verschlüsselungsverfahren PGP bzw. S/MIME.

Messenger sind heute auch in Unternehmen weit verbreitet. Häufig werden jedoch Apps aus dem privaten Umfeld verwendet, die datenschutzrechtlich problematisch sind. Somit findet keine Trennung zwischen privater und beruflicher Kommunikation statt. Vertrauliche Daten sind nicht ausreichend geschützt und könnten in falsche Hände geraten.

SIMSme übermittelt Ihre Texte, Bilder, Videos, Standorte oder Kontaktdaten sofort und absolut sicher Ende-zu-Ende verschlüsselt an Ihre Gesprächspartner – völlig kostenlos. Niemand kann mitlesen.

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